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Praxis Dr. Jens Lottbrein M.Sc.
Praxis

Behandlungsmöglichkeiten

Zur Behandlung einer Parodontitis setzen wir moderne Verfahren und Techniken ein. Wie sehen die Behandlungen aus?

Bei der antimikrobiellen photodynamischen Therapie handelt es sich um ein innovatives Therapieverfahren, das mit Hilfe eines Laserstrahls zur sicheren Bakterienentfernung führt– Das Beste daran: es ist völlig schmerzfrei und schonend zugleich.

Das Besondere: Im Gegensatz zu vielen anderen Verfahren wirkt diese Methode durch einen physikalischen „Trick“ gezielt nur gegen Bakterien. Zahnsubstanz, Zahnfleisch und andere Gewebe bleiben von der Wirkung völlig ausgenommen. Dadurch ist die Behandlung besonders schonend.

Die Vorgehensweise:

  • Nachdem Zahnfleisch- und Zahnfleischtaschen professionell gereinigt wurden, wird ein Farbstoff in den Behandlungsbereich eingebracht. Die Farbstoffmoleküle binden sich gezielt an die Oberfläche der dort vorhandenen schädlichen Bakterien.
  • Der Bereich wird anschließend mit dem Laser bestrahlt. Das sanfte Laserlicht setzt aktiven Sauerstoff aus dem Farbstoff frei, der die Bakterienmembran gezielt zerstören kann.

Die Vorteile:

  • Wir erzielen besonders gute Therapieerfolge.
  • Bakterien werden auch an sonst kaum erreichbaren Stellen entfernt.
  • Therapien können gewebeschonender und für Sie angenehmer durchgeführt werden.
  • Die Behandlung erfolgt nahezu ohne Berührung und völlig schmerzfrei.
  • Diese schonende Therapie ersetzt in vielen Fällen den Einsatz von Antibiotika.

Die Therapie einer parodontalen Erkrankung erfordert viel Erfahrung und Zeit. Je nach dem individuellen Schweregrad der Erkrankung sind mehrere Sitzungen notwendig, eine einmalige Therapie ist in jedem Fall niemals ausreichend, um eine nachhaltige Gesundung des Zahnhalteapparates zu bewirken. Sie kommen, je nach Schweregrad der Erkrankung innerhalb von maximal vier Wochen zwischen drei bis fünf Prophylaxeterminen zu uns in die Praxis. Ihre Behandlung verläuft dabei schmerzfrei und sie benötigen in der Regel keine Anästhesie („Spritze“). Speziell geschulte Mitarbeiterinnen erwarten Sie hier und betreuen Sie umfassend und in angenehmer Atmosphäre.

Wir haben spezielle Parodontitis-Stopp-Programme entwickelt, die auf den jeweils individuellen Befund abgestimmte Behandlungsumfänge beinhalten. Von einfachen konservativen Maßnahmen bei initialer Erkrankungsphase bis hin zur kompletten Therapiekette inklusive DNA und Interleukin1-Test zur Bestimmung des individuellen genetischen Risikos. Wir beraten Sie gerne umfassend über den nach Diagnosestellung notwendigen Behandlungsumfang.

Professionelle medizinische Zahnreinigung (PMZR) und Individualprophylaxe
Schon bei den ersten Anzeichen einer Parodontitis besteht dringender Handlungsbedarf! Nach Analyse Ihres individuellen Risikos (Grad der Erkrankung, familiäre Disposition, Keimspektrum der Mundhöhle etc.) müssen gezielte Mundhygienemaßnahmen einsetzen. Denn nur professionelle Prophylaxe kann das Fortschreiten der Erkrankung verhindern!

Parodontitis ist eine irreversible Erkrankung und häufig die Folge einer lange unbehandelten Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Schreitet sie weiter fort, kann sich die Entzündung auf den Zahnhalteapparat bzw. den Kieferknochen ausweiten. Eine Parodontitis kann nur aufgehalten, aber die Folgen, wie zum Beispiel verloren gegangener zahn- tragender Knochen, nicht rückgängig gemacht werden.

Im Verlauf einer Parodontitis bilden sich zwischen Zahn und Zahnfleisch Taschen, und das Zahnfleisch geht aufgrund der Entzündung zurück. Mit speziellen Sonden kann deren Tiefe und Entzündungsgrad gemessen werden, was wichtig für die folgende Behandlung ist.

Mit Methoden wie

  • der geschlossenen und
  • der offenen Parodontalbehandlung

halten wir ein Fortschreiten in der Regel auf. Unter Umständen wird Ihr Kieferknochen mit eigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial wieder aufgebaut, wenn er durch die Parodontitis bereits stark zurückgegangen ist.

Ihre Mithilfe ist dabei äußerst wichtig, denn Ihre eigene gründliche Mundhygiene spielt für einen positiven Verlauf eine große Rolle.

Eine parodontale Erkrankung ist irreversibel, d.h. der durch die Entzündung entstandene Knochenabbau kann nachträglich nie wieder vollständig regeneriert werden. Konnte das weitere Voranschreiten der Erkrankung durch die umfangreichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen gestoppt werden, bedeutet dies leider nicht das Ende der Therapiekette. Um ein Wiederaufflammen der Entzündung mit folgendem erneuten Knochenabbau für die Zukunft zu vermeiden, wird im Anschluss an das Parodontitis-Stopp-Programm Ihre persönliche Prophylaxe-Betreuerin mit Ihnen im Abstand von 2 bis 6 Monaten deshalb Termine vereinbaren (Recall), um den erreichten angenehmen, frischen und sauberen Zustand zu erhalten. Darüber erhalten Sie eine Rechnung je nach benötigtem Zeitaufwand. Fragen Sie das Praxisteam nach dem für Sie kostenlosen Erinnerungs-Service.

Unter Umständen geht Ihr Zahnfleisch ohne eine Entzündung zurück. Eine falsche Zahnputztechnik kann zum Beispiel der Auslöser für den Rückgang sein.

Insbesondere im Frontzahnbereich empfinden viele „lange Zahnhälse“ unangenehm und ästhetisch unschön. Zusätzlich kann es passieren, dass Ihre Zähne sensibel auf Kälte- und Hitzereize reagieren, weil die Zahnhälse freiliegen. Ist Ihr Zahnfleisch stark zurückgegangen, kann eine Zahnfleischtransplantation Abhilfe schaffen. Sie verdeckt freiliegende Zahnhälse, sieht ästhetisch schön aus und schützt Ihre Zähne vor Hitze- und Kältereizen.

Wie eine Zahnfleischtransplantation verläuft:
Dazu wird beispielsweise Bindegewebetransplantat aus einem kleinen Bereich des Gaumen entnommen und mikrochirurgisch mit Hilfe des OP-Mikroskops an den entsprechenden Stellen der Rezession platziert. Mit einem speziellen Verband werden die Stellen während der Heilungsphase geschützt. Nach der Einheilphase ist das verpflanzte Gewebe in der Regel sehr gut mit dem eigentlichen Zahnfleisch zusammengewachsen. Sie können wieder unbeschwert lächeln – und für die tägliche Mundhygiene oder gegen Kälte-, Hitzereize ist Ihr „neues“ Zahnfleisch geschützt.

Zu Behandlungsbeginn

Zahnfleischtransplantation

6 Monate nach Behandlungsbeginn

Zahnfleischtransplantation

Private Versicherungen:
... übernehmen die Investitionen dieser modernen Diagnosemöglichkeit und der Vorbeugung gegen ein weiteres Voranschreiten der Erkrankung in der Regel vollständig nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ 2012). (Info: Abweichende individuelle Vereinbarungen sind möglich, bitte überprüfen Sie hierzu Ihren Versicherungsvertrag.)

Gesetzliche Versicherte:
Der Gesetzgeber hat aus Gründen der Kostenreduktion entschieden, dass Individualprophylaxe bei Erwachsenen grundsätzlich nicht im Leistungskatalog Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sein darf. Darüber hinaus sind im Rahmen einer Parodontaltherapie im vorangeschrittenen Stadium der Erkrankung Zähne mit bestimmten Befunden ebenfalls von einer Kostenübernahme durch die gesetzliche Versicherung ausgeschlossen worden. Selbstverständlich erhalten Sie vor Beginn von uns ein Informationsschreiben mit den genauen Investitionen in Ihre Zahngesundheit (abhängig von der Zahnanzahl, des Bakterienrisikos und dem Schweregrad der vorliegenden Erkrankung).

Info

Was ist Parodontologie genau? Und was ist eigentlich der Zahnhalteapparat? Die Gesundheitswelt sagt es Ihnen.